Ein Alien auf dem Planeten Wein – vom Rapper zum Weinfreak

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Erstmals erschienen ist dieser Text am 01. Dezember 2018 in der «Schweiz am Wochenende» (bz Basel). Die Kolumne erscheint künftig alle zwei Wochen.

Wie wird man als Rapper zum Weinfreak? Ganz sicher nicht wegen der Kühlschrank-Munition, die ich bis dato bei Konzerten im Backstage-Kühlschrank vorgefunden habe. Dort stösst man – wenn überhaupt – auf Weine, die man nicht einmal seinem ärgsten Feind zumuten möchte. Auch nicht als Essig im Salat.

Der Wein-Wahnsinn kam schleichend. Als mir das dämmerte, war es zu spät. Es äusserte sich nicht in exzessiven Saufgelagen, sondern indem ich mich plötzlich dabei ertappte, wie ich jeden noch so kleinen Tropfen Weinwissen aufsog. Aus der neuen Passion wurde rasch ein zeitintensives Hobby. Weinkurse, Verkostungen, weitere Kurse. Erste Diplome, Sensorik-Weiterbildung, Mitorganisation einer Weinmesse. Und die wiederkehrende Erkenntnis: Je mehr ich weiss, desto unwissender fühle ich mich, desto neugieriger werde ich.

Diese Gier nach Neuem, kombiniert mit einer Nuance Ehrgeiz und viel Freude, hält das Feuer am Lodern. Beim Wein, und auch in der Welt des Rap.

Es ist diese «Euch werde ich’s zeigen»-Attitüde, die man als hungriger Rookie in sich trägt. Ein Gefühl, das bei meinen ersten Wein-Verkostungen wiedererwacht ist. Auch, weil ich mir in Sneakers und Baseballcap deplatziert vorgekommen bin. Ein Alien, frisch gelandet auf dem Planeten Wein.

Ein Unwissender, der sich plötzlich an die Anfänge seiner Rapkarriere erinnert: Es muss in den frühen 2000er-Jahren gewesen sein, an einem Rapkonzert im Basler Sommercasino, ich stand da im Publikum als Fan, und ich schwörte mir: Eines Tages werde ich auf dieser Bühne stehen! Bei meinen ersten Schritten auf dem Planeten Wein stand ich an einem ähnlichen Punkt.

Aus dem Planeten ist mittlerweile ein Universum geworden. Wein bedeutet Landwirtschaft, sich auch mal die Hände dreckig zu machen. Er vereint Biologie und Geologie im Rebberg mit Alchemie in der Kellerei. Weine sind Flaschengeister, Zeitzeugen und manifestierte Geschichte. Sie sind triviale Fusel und Rauschmittel, aber auch tiefgründige Meisterwerke, die manchem Aficionado Tränen der Rührung in die Augen schiessen lassen.

Wein ist Etikettenschwindel und Projektionsfläche, Statussymbol und Luxusobjekt. Er ist Handwerk und Hedonismus. Gift und Medizin.

Vor allem aber ist Wein für mich, ganz einfach, vergorener Rebensaft – ein landwirtschaftliches Produkt, eine gelungene Mariage zwischen Natur und Kultur. Man kann ihn trinken, muss aber nicht. Ich kann mich tage-, ja nächtelang damit beschäftigen ohne einen einzigen Tropfen Alkohol im Blut.

Was hat das mit mir als Rapper zu tun? Ich hoffe, es ist die Haltung, mit der ich Wein begegne und versuche, diese Erfahrungen weiterzugeben. Ungezwungen und enthusiastisch. Ernsthaft, ohne sich dabei all zu ernst zu nehmen. Dreckig und direkt, zwischendurch auch ein bisschen versnobt. Und hoffentlich immer mit Style und einem Augenzwinkern.

Geiler Wein braucht keinen Hipster-Bart, auch kein Baseball-Cap – er braucht Attitüde.

Malans Vol. 3: Peter Wegelin – Wo Weine auf der Terrasse überwintern

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Nach Besuchen bei Martin Donatsch und Giani Boners Completer-Kellerei Mitten in Malans bewegen wir uns den Hang hinauf in Richtung Dorfrand zu Peter Wegelins Scadenagut. Dort hat nicht nur der Winzer einen wunderbaren Panoramablick…

«Gutes Rebland ergibt halt schöne Wohnlagen», stellt Peter Wegelin fest. Wie Giani Boner beobachtet auch er mit wachem Blick den Wandel des Dorfes, dessen Bevölkerung sich in den letzten Dekaden beinahe verdoppelt hat auf rund 2300 Einwohner (Stand 2016). In seinen Augen sollte Malans Sorge tragen zu den Rebflächen im Dorf.

Die Parzellen zwischen den historischen Häusern verleihen der Gemeinde Grünfläche und Charme – umgeben von Trockensteinmauern unterstreichen sie auch den gern zitierten Vergleich als «Burgund der Schweiz». Das geflügelte Wort ist hier definitiv mehr als ein gut ausgedachter Marketingslogan.

Vor allem natürlich dank der Malanser Topwinzer und ihrer burgundisch-elegant anmutenden Pinots, zu deren Vorreitern Wegelin gehört. Die moderne Kellerei seines Scadenaguts thront über dem Dorf, unterhalb von Schloss Bothmar. In diesem historischen Herrschaftshaus begann 1974 die Familie Wegelin mit der Kelterung eigener Weine. Zuvor bildete Vater Wegelin mit den Malanser Winzern Godi Clavadetscher, Georg Fromm und Jakob Liesch eine legendäre Torkelgemeinschaft.

Auf dem Scadenagut von Peter Wegelin überwintern die Jungweine draussen auf der Terrasse – im Sommer dürfen die Besucher den Ausblick über Malans geniessen.

Es war ein wichtiger Schritt vom Traubenproduzenten zum Selbstkelterer, sinnbildlich für eine ganze Generation von Winzern, die seit den 70er Jahren für den Aufschwung des Malanser Weinbaus sorgen und deren Weg heute von ihren Nachfolgern weiterbeschritten wird. 2014 hat Peter Wegelin seinen Weinbaubetrieb auf Bio umgestellt. Neue Herausforderungen, aber auch die Sorge um Natur und Umwelt waren seine Motivation. Draussen auf der Terrasse des Scadenaguts stehen Stahltanks und Barriques.

Wie Boner nutzt Wegelin die winterlichen Temperaturen zur nachhaltig-natürlichen Kühlung. Mit der Umstellung auf Bio verspricht er sich kleinere, aromatischere Trauben und qualitativ bessere Weine, die Sortencharakter und Terroir vertieft widerspiegeln. Wegelin ist in bester Gesellschaft – Malans gilt als Vorreiter im biologischen Weinbau. Für ausgezeichneten Biowein stehen heute unter anderem Winzer wie Roman Clavadetscher, Luzi Boner oder Louis Liesch, der «VINUM-Biowinzer des Jahres 2014».

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Wein-Tipp
Peter Wegelin – Weissburgunder 2014
Zunächst zurückhaltend im Bouquet trumpft Wegelins Weissburgunder nach dem ersten Schwenker auf mit einem zitrischen Aromenspiel, grünem Apfel und frischem Kernobst – und mit einem Hauch von Feuerstein. Animiert mit feinem Prickeln, frischer Frucht und strammer Säure. Anklänge von Zitronensalz, Limette und Brennnessel. Im Abgang mit herber Frucht und feiner Kräuterwürze.

Winzerdorf-Reportage: Bisher erschienen
Malans Vol. 1/4: Donatsch – Vom Barrique-Pionier zum Pinot-König
Malans Vol. 2/4: Giani Boner – Oxidierte Completer-Meisterwerke
Malans Vol. 3/4: Peter Wegelin – Wo Weine auf der Terrasse überwintern

Demnächst
Malans Vol. 4/4: Anjan Boner – Alter Name, neues Weingut

Die Reportage zum «Winzerdorf Malans» ist erstmals in der Ausgabe 03/2016 der Weinzeitschrift VINUM erschienen. Alle Zitate und Fotos entstanden im Januar 2016.

Der historische Torkelbaum im Schloss Bothmar misst 11,8 Meter und wiegt 9,5 Tonnen.

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WWA #6: Domaine Perréol – Saint-Joseph Châtelet 2015

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Feuchter Waldboden, Unterholz, auch etwas Moos… das ist nicht die Beschreibung des Weines, der hier kredenzt wird – sondern das feuchtfröhliche Bouquet meines Sitzleders nach diesem Foto-Shooting im Morgentau. Falls das jemanden Interessiert. Heutzutage findet man ja für sämtliche Sauereien Aficionados.

Sogar für Wein! Natürlich möchte ich niemandem die Verkostungsnotiz zum Inhalt meines Glases nicht vorenthalten. Nachdem sich der Nebel verzogen hat, konnte ich am Glasboden eine äusserst dunkle, leicht trübe, Rubinrote Essenz ausmachen. Und das, obwohl ich meine Brille aus Eitelkeit hinter dem Rebstock versteckt habe. Trüb ist der Wein wohl, weil dieser biodynamische Wein unfiltriert abgefüllt worden ist. Die Rede ist übrigens vom Saint-Joseph Châtelet 2015 der Domaine Perréol – ein Syrah von der nördlichen Rhône. Aber nicht so nördlich, dass es ein Schweizer wäre.

Im Bouquet sehr balsamisch, elegant und dicht mit Noten von Eukalyptus, Zedernholz, auch frisches Unterholz (nicht Unterhose), dazu schwarze Johannisbeeren bzw. Lakritz und eine schöne sortentypische Pfeffernote, auch etwas Veilchen.

Im Gaumen gibt sich der Cru ebenso balsamisch wie in der Nase (yes!). Straff und sehr dicht. Die Frucht ist elegant und eher im Hintergrund. Im Gegensatz zur vitalen Säure, die sich ebenso wenig zurückhält, wie die noch etwas ruppigen Gerbstoffe, die sich lang hinziehen im Finish. Das wird sicher noch geschmeidiger… ist schliesslich noch ein (fast zu) junger Wein.

Fazit: Ein geerdeter Wein, straff, gut strukturiert, trotz seiner Dichte mit nicht all zu viel Speck auf dem Knochen und dem nötigen Schuss Pfeffer – also so, wie sich auch mein Arsch präsentieren sollte.

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WWA #5: Weingut G.A. Heinrich – Lemberger trocken «X» 2011

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Schon wieder ein Lemberger aka Blaufränkisch. Schon wieder Württemberg. Ist einfach so passiert. Die rote Wachskappe dieser Einzelflasche ist mir am Wochenende beim Aufräumen des Weinkellers ins Auge gesprungen. Und der Flascheninhalt ins Maul. So schnell kann’s gehen – schon nach dem ersten Schluck war klar, dass ich keinen Widerstand leisten werde.

Dichtes, dunkles Rubinrot; intensives, erdiges Bouquet mit Noten von nassem Herbstlaub, Waldboden, Tabak und Milchschokolade, dahinter reife Sauerkirsche, Brombeere und v.a. schwarze Johannisbeere (Grethers Pastillen) sowie Lakritz, dazu sehr würzig (ich denke an Nelke und Muskatnuss), ätherische Nuancen (Tannennadeln und Zedernholz…ich liebe Zedern). Im Gaumen sehr weich im Auftakt, frische saftige Säure, viel Schmelz, schöne dichte reife Frucht…wieder Lakritz, Bitterschokolade. Erinnert an einen wunderbar gereiften Merlot, näher an Bordeaux als am Tessin. Butterweiche, langanhaltende Tannine. Ganz tolle Balance zwischen Struktur und Frucht.

So ein geiler Wein – einem Überbleibsel aus VINUM-Tagen – auf den ich zunächst gar keinen Bock hatte. Und auch keine Erwartungen. Zum Glück habe ich diesen Flaschengeist zum Leben erweckt.

WWA #4: Manoir de la Tête Rouge – l’Enchentoir AC Saumur Puy Notre Dame 2010

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Tete Rouge - Enchentoir Rouge 2010
«Tête Rouge» – kein Wunder, kann ich mich als notorische Rothaut mit den Crus dieses Loire-Weinguts so gut identifizieren. Dieser Cabernet Franc ist für mich der Inbegriff eines balsamischen Weines. Herrlich frische Aromen nach Zedernholz und Tannennadeln, ja fast schon Harz. Auch erdige Noten sind auszumachen. Die Frucht ist dunkel und dezent. Im Gaumen saftig und mit einer animierenden Würzigkeit. Tolle Struktur, mineralisch und elegant mit nur 13,5 Vol.-%. Der Wein gewinnt extrem an der Luft.
Der «Enchentoir» stammt aus der gleichnamigen Lage, welche auch einen hervorragenden Chenin Blanc hervorbringt (einer meiner allerliebsten Weissen). Der rote Vertreter stammtvon 60-jährigen, biodynamisch kultivierten Rebstöcken. Den Wein gibt’s in einer Kleinauflage von 2400 Flaschen pro Jahr.
Cabernet Franc von der Loire – so macht das definitiv Lust auf mehr.

 

Trink Allein! Geständnis eines Egoisten

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«Ich trinke nur in Gesellschaft» – höre ich immer wieder. Klingt super, so vernünftig…und unglaublich spiessig. Ein Riesenquatsch! Sowas sagen Leute, die «Eve» trinken und von ihrem Prosecco schwärmen, obwohl sie Champagner im Glas haben. Leute, mit denen ich nicht unbedingt eine gute Flasche Wein teilen möchte. Leute, die das Zeug in sich hineinkippen und vor lauter Gesellschaft vergessen, welch himmlische Kreszenz sie sich da unter Umständen gerade hinter die Binde kippen.

Das mag jetzt unglaublich versnobt klingen. Ist es auch. Aber ich trinke lieber alleine als unter Banausen. Zumindest wenn guter Wein im Spiel ist und insbesondere, wenn er aus meinem Keller stammt und ich nur eine Flasche davon vorrätig habe. Wenn ihr mich also mit einem Bier seht, ist entweder die Weinauswahl unter aller Sau – oder ihr könnt es persönlich nehmen.

Die harten Momente im Leben eines Wein-Snobs

Mein Albtraum? Als Gastgeber einen Cru entkorken, den ich selber noch nicht kenne! Erstens verbieten es Situation und Anstand, dem Wein die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, geschweige denn eine anständige Verkostungsnotiz zu schreiben. Zweitens besteht das latente Risiko, dass ich den Wein kacke finde, dies den Gästen aber so nicht sagen kann.

Oder, noch schlimmer, drittens: ich bekomme feuchte Augen ob dieser önologischen Erleuchtung – während die restliche Runde die Nase rümpft. Das kommt immer wieder vor im harten Leben eines Weinsnobs. In diesem Fall landet die angebrochene Flasche rasch wieder im Kühlschrank und ich öffne für die Gäste irgendwas mit P (Prosecco oder Primitivo) und für mich ein Bier.

Der Luxus eines schlechten Gewissens

Also weine ich alleine. Manchmal verkoste ich nur…mit Spucken und so. Und manchmal ist das ein fliessender Übergang. Zweisame Nächte mit einer Flasche Wein (ein Tête-à-Tête unter Flaschen sozusagen…hohoho, Flachwitz). Tatsächlich bescheren mir diese Momente oft denkwürdigere Wein-Erlebnisse als eine feuchtfröhliche Runde (ausser die Runde besteht aus Trauben-Trotteln wie mir). Nur ich, der Wein und unser Dialog, der eher ein Monolog des Weins und ein rapportieren des Säufers ist. Dazu wahlweise noch etwas Musik oder Graffiti-Gekritzel und gut ist.

Das schlechtes Gewissen am Tag danach, auch das gehört dazu. Sowas leiste ich mir. In diesen Momenten rede ich mir halt ein, dass der Ego-Trip am Vorabend ein privates Vorkosten im allerengsten Kreis war – damit der Wein zu einem späteren Zeitpunkt in grosser Runde wieder entkorkt werden kann. Vielleicht.

PS: Dieser Text ist ohne Einfluss jeglicher Trauben-Substanzen entstanden. Kann passieren.

Weingut Karl Haidle Lemberger Berge Grosses Gewächs 2015 & Ziereisen Spätburgunder Schulen 2013

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Wenn diese beiden Granaten etwas verbindet, ist es weniger das schöne Bild im Hintergrund – sondern die straffe Säure. Dass Ziereisens Spätburgunder Schulen 2013 aus Efringen-Kirchen (Markgräflerland, Baden) dabei die schlankere Figur abgibt als der Württemberger Lemberger – aka Blaufränkisch – aus Stetten bei Stuttgart, ist kein Wunder: mit 12,5 Vol.-% hat der Pinot zwei Umdrehungen weniger als der Haidles Top-Lemberger, der auch sonst ziemlich viel Power mitbringt…von der Frucht bis zum Würze.

Ziereisens Spätburgunder Schulen 2013 (rechts) hat mich in den letzten Wochen gleich zweimal hingerissen mit seiner saftig-eleganten Art – einmal davon in einer Blinddegu, in der er zahlreiche Artgenossen aus dem Dreiland ausgestochen hat. In der Nase ist der Cru zunächst blumig-fruchtig mit Anklängen von dunkler Kirsche, Veilchen, zartbitterer Mandelschokolade, Unterholz, aber auch reife dunkle Beeren und einem dezenten Schuss Pfeffer. Im Gaumen rund und saftig, zunächst wird die schöne Frucht bestätigt, dann sorgen die straffe Säure und balsamische Noten für Stringenz, auf der Zunge zarte Gerbstoffe, zartbitter im Abgang. Wunderbare Balance – leichtfüssig und elegant.

Der Lemberger Berge Grosses Gewächs 2015 des Weinguts Karl Haidle (links) gibt sofort Vollgas – wuchtige dunkle Beerenfrucht, Sauerkirsche, schwarze Johannisbeere, Lorbeer, Gewürznelke, erdige Noten im Hintergrund, dunkle Schokolade, Liebstöckel. Im Gaumen rund und vollmundig, zunächst würzig und mit toller Säure, dann mit markanten aber bereits gut eingebundenen Gerbstoff. Die vielen Umdrehungen sind deutlich spürbar hinten raus – aber gut abgefedert in einem Tannin- und Aromagerüst, gute Balance zwischen Frucht und Struktur. Sehr lang anhaltend.

Was ich an beiden Crus mag ist ihre Frische und die wunderbare Balance aus saftiger Frucht, balsamischer Frische und feiner Würze. Trotzt unterschiedlicher Gewichtsklasse in Sachen Alk-Hubraum wirken beide Weine irgendwie artverwandt…insofern ergänzen sich die beiden Crus perfekt.