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Kategorien-Archiv: Region

Fendant-Fiasko im wilden Wallis

26 Montag Aug 2013

Posted by Bonvinvant in Im Rebberg, Wallis

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Amigne, Andy Varonier, Avarone, C. Varonier & Söhne, Cabernet Franc, Chasselas, Diolinoir, FC Sion, Fendant, Jamie McCulloch, Petite Arvine, Rhone, Salgesch, Varen, Wallis

Walliser Weininsel: Varen, Heimat des Winzers Andy Varonier.

Walliser Weininsel: Varen, Heimat des Winzers Andy Varonier.

In meinem bisherigen Leben hatte ich noch nie so viel Fendant getrunken wie an diesem Samstagabend. Andy Varonier, Winzer und Ex-Goalie des FC Sion, hat zur «Sommergenuss-Nacht» ins Oberwalliser Weindörflein Varen geladen und wir sind mit einer Viererdelegation angerückt – zwei Basler und zwei Bündner im Wallis, ein Gipfeltreffen der schönen Dialekte sozusagen.

Bisher habe ich Fendant stets links liegen lassen. «Da kann ich ebensogut Wasser trinken», so meine Meinung über Chasselas-Wein. Dass das dezente Rebenelixir aber doch mehr beinhaltet als H₂O, musste ich am Morgen danach feststellen – als es in meinem Schädel fast so fest rauschte wie am Rhone-Ufer einen Weinwurf entfernt. Da habe ich auf die harte Tour eine Lektion erteilt bekommen. Knapp am Knockout vorbeigeschrammt. Andererseits habe ich ein erstes Mal die Eleganz dieses tückischen Tropfens kennenlernen dürfen. Ein Weisswein, so leicht und filigran wie der Schmetterling – in Varen «Pfyfoltru» genannt – den das sympathische Winzerdorf zum Maskottchen erkoren hat.

Bonvinvant_Varen_Varonier7Zugegeben, der Fendant von C. Varonier & Söhne hat mich positiv überrascht. Insbesondere in der progressiv ausgebauten «Gold»-Variante, der mit seiner exotischen Note eher Fendant-Skeptiker wie mich bezirzt als seine «Silber»-Schwester, die der Walliser Chasselas-Tradition entsprechend erzogen wurde.

Wenn ich mich aber von einer weissen Walliserin verführen lassen will, dann am liebsten von der Petite Arvine, die wegen ihres mineralischen Abgangs auch liebevoll «salzige Prinzessin» genannt wird. Serviert mit Nüsslisalat, Wachtelspiegeleiern und Trüffelspäh sorgte die Gute für den ersten Höhepunkt dieser Sommergenuss-Nacht, die wegen des launischen Wetters statt unter Sternen im gemütlichen Holzstübli stattfinden musste. Auch gut.

Wine-Keeper: Andy Varonier.

Wine-Keeper: Andy Varonier.

Der (leider) einzige Rote des Abends war Varoniers Cabernet Franc Gold Barrique Non-Filtré 2011, serviert zu Eringer Rindsfilet an Syrahsauce. Ohne Stuhl währe ich mit weichen Knie zu Boden gesunken – nicht wegen des langsam einsetzenden Fendant-Hammers, sondern weil dieser Wein schlicht und einfach ein Gedicht ist. So dicht, so komplex – und vor allem endlich: so rot.

Dazu dieses Rindsfilet! Kiloweise hätte ich das verdrücken können. Der Amigne-Süsswein danach schmeichelte zwar wirklich dem Gaumen, doch meine Formkurve ist bereits dermassen in den Keller gesunken, dass ich beim abschliessenden Weinbrand passen musste. Mich hätts umgehauen. Das kommt davon, wenn man einmal einen Abend lang trinken kann, ohne sich um Kinder oder Konzert zu kümmern. Umwerfend wars auch ohne den goldenen Schnaps-Schuss zum Schluss.

Bonvinvant_Varen_Varonier2Die Gastfreundschaft dieses Völkchens, allen voran der mit drei Generationen vertretenen Familie Varonier, ist noch herzerwärmender als die Weinperlen der Region. Das zeigte sich auch am Tag danach als uns Andy nach einem ausgedehnten Spaziergang (hier die Flicker-Galerie dazu) durch die Reben spontan in seinen Weinkeller entführte – im Schlepptau einer Fricktaler Männerriege.

Im kalten Gemäuer neben dem Schulhausplatz kam es zum önologischen Höhepunkt dieses Wein-Weekends: Die Fassprobe eines Diolinoir 2012, kurz vor dessen Abfüllung. Trotz juveniler Wildheit präsentierte sich der Tropfen bereits mit einer betörenden Dichte und Aromen, die weit über die übliche Fruchtigkeit eines solchen Jungsgpunds hinausgehen.

Andy Varonier bei der Fassprobe.

Andy Varonier bei der Fassprobe.

Und dann der alles überstrahlende Star des Tages: Varoniers Avarone 2012. Ebenfalls ein Diolinoir, aber ausgebaut im Stil eines Amarone. Sprich: Ein noch dichteterer Wein, vinifiziert aus angetrockneten Trauben.

Das pure Gegenteil eines Fendant, eine Wucht! Spätestens da hätte ich mich wieder ins Wein-Nirvana schlürfen können. Der Avarone ist so beliebt, dass der Jahrgang 2012 bereits ausverkauft ist, bevor das rote Gold in der Flasche landet.

Bonvinvant_Varen_Varonier6Die Vernunft siegte. So landeten wir klaren Kopfes – wie es sich für Degustationsprofis gehört – in einem wunderbaren historischen Gewölbe wo fleissig Raclette gehobelt wurde. Wieder eine spontane Einladung. Wie haben wir das bloss verdient?!

Andy nutzte die Gelegenheit, um mir in einem zweiten Anlauf seinen Weinbrand unterzujubeln. Mit Erfolg: Als ich ihm das Schnapsglas mit einem gequälten «sorry…(muss fahren)» retournieren wollte, schmetterte mir der Winzer ein «santé!» engegen. Klimper, klimper, gluck, gluck. Die gute Seele meinte, ich will anstossen. Seis drum: Diesem Teufelskerl von einem Winzer kann man nicht genug oft zuprosten: Früher beim FC Sion die Bälle von der Kiste ferngehalten, Rücktritt, Betriebswirtschaft in Dänemark studiert, dann Oberchecker im Autobusiness und jetzt der Don am Weinberg mit dem jungen Schotten Jamie McCulloch als Kellermeister. Was für ein Zweigespann!

Danke für alles – wir werden nicht das letzte Mal in Varen gewesen sein!

Hier die Flicker-Bildgalerien aus Varen und Salgesch, wo wir an diesem himmlischen Wochenende den Schlaf der gerechten fanden.

Waren in Varen: Zwei Swiss-Avanger-Rapper inklusive Weinköniginnen – und Hund (gut versteckt).

Waren in Varen: Zwei Swiss-Avanger-Rapper inklusive Weinköniginnen – und Hund (gut versteckt).

Das gute alte WB-Tal: Zu Gast bei den Dielenberger Himmellüpfern

26 Mittwoch Jun 2013

Posted by Bonvinvant in Baselland, Im Rebberg

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Bacchhus, Burg-Jam, Dielenberg, Himmellüpfer, Landwirtschaftszentrum Ebenrain, MC Poet, Oberdorf, Rebbaukurs, Regen, Riesling-Sylvaner, Rokator, Rookie, Shape, Waldenburg, Waldenburgertal, WB-Tal, Zucker

Himmelluepfer_Dielenberg_Oberdorf_BL_10Seit ich mit Brandhärd kurz nach der Jahrtausendwende bei MC Poets WB-Tal Records untergekommen bin, hat das Waldenburgertal eine ganz besondere Bedeutung für mich. Die Furche hinter Liestal markiert einen Meilenstein meiner Rapkarriere: Im sagenumwobenen Bandraum in Niederdorf habe ich vor über zehn Jahren meinen damaligen Rapgöttern Shape, Poet und Zucker beim Freestylen zugehört – starr vor Ehrfurcht. Es folgten die enge Freundschaft und Zusammenarbeit mit Poets rechter Hand Roman «Stofi» Stofer und unzählige Freestyle-Sessions mit den jüngeren Mcees des Tals. Nicht zu vergessen die legendären Burg-Jams, bei denen ein Eingeborener einst meinem Kumpel übers Gipsbein gekotzt hat. Oder die Sturmfreiparty bei MC Poet, bei der Rokator noch Rookie hiess und auch ich meine Magensäfte nicht unter Kontrolle hatte. Die heute unter Vinyl-Sammlern gesuchte «Universum»-EP von DJ Dimos war damals frisch in den Startlöchern, die TAFS der Geheimtipp der Rapschweiz. Das waren noch Zeiten!

Himmelluepfer_Dielenberg_Oberdorf_BL_1Vergangene Woche hat sich meine neue Leidenschaft – Wein – quasi mit meiner ewigen Liebe – Rap – vereinigt. Und zwar im Rebhang Dielenberg bei Oberdorf. Nur wenige Steinwürfe entfernt von den damaligen Schauplätzen, die Burg in Sichtweite. Anlass war der Rebbaukurs des Landwirtschaftszentrums Ebenrain in Sissach, bei dem uns der Baselbieter Rebbaukommissär Andreas Buser während eines Rebjahres durch die regionalen Weinberge hetzt. Ein toller Anlass! Insbesondere, wenn nach getaner Arbeit der Grill im Rebberg aufgestellt wird und die hier wachsenden Weine im Glas landen.

Himmelluepfer_Dielenberg_Oberdorf_BL_5Gastgeber war der lokale Rebbauverein: Die Dielenberger Himmellüpfer zelebrieren 2013 ihren 75. Geburtstag und sind dementsprechend in Feierlaune. Der Rebhang ist frisch herausgeputzt und mit neuen Infotafeln versehen – schliesslich ist der idyllische Steilhang auch bei Wandervögeln sehr beliebt. Der Dielenberg ist in vielerlei Hinsicht einzigartig: Die 2,7 Hektar Reben wachsen an einer der steilsten Lagen der Region. 60% Hangneigung – dä könnte man ohne weiteres auch eine Skispungschanze aufstellen. Stattdessen gedeihen hier seit Jahrhunderten Reben. Früher mehr, zur Kriegszeit weniger, seither wieder mehr. Bei den Himmellüpfern wird ausschliesslich die rote Sorte Regent sowie der weisse Riesling-Sylvaner angebaut und im eigenen Räbhüsli gekeltert.

Himmelluepfer_Dielenberg_Oberdorf_BL_7Letztgenannter Riesling-Sylvaner landete auch in meinem Glas und wusste zu gefallen – wobei mich insbesondere der Dielenberger Bacchus 2012 von Andreas Buser beeindruckte. Spannend auch, wie man hier auf engstem Raum auf völlig unterschiedliche Weingärten trifft: Kommt der eine piekfein herausgeputzt wie ein englischer Garten daher, sieht das Ganze beim Nachbarn eher nach wild wucherndem Dornengestrüpp aus. Da werden offensichtlich die Prioritäten unterschiedlich gesetzt. Dies gilt nicht für die Lagen der Himmellüfer, hier sorgt Hanspeter Hauri dafür, dass alle Reben gleich gut gepflegt werden – weil der Rebchef aber auch für die Trauben am übrigen Hang mitverantwortlich ist, klopft er gelegentlich auch den Nachbarn auf die Finger. Schliesslich wird ein Grossteil der Dielenberger Trauben im Herbst gemeinsam geerntet und gekeltert. Da muss jeder seinen Teil zu einem gelungenen Jahrgang beisteuern.

Himmelluepfer_Dielenberg_Oberdorf_BL_2Am 17. und 18. August laden die Dielenberger «Räbbuuren» in ihren offenen «Räbhüsli» zur Degustation. Mehr dazu gibts hier.

PS: Mehr Rebberg-Fotos gibts auf meinem Flickr-Account.

Eine rote Diva in all ihren Facetten

06 Donnerstag Jun 2013

Posted by Bonvinvant in Baselland, Events, Gastronomie

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Baselbiet, Blauburgunder, Hohle Gasse, Klushof, Muttenz, Pinot Noir, Schloss Binningen, Urs Jauslin, Weinproduzentenverband Baselland

Das haarsträubende Frühlingswetter lässt die Baselbieter Winzer bis jetzt kalt. Da kann man sich getrost um die Lancierung der frisch abgefüllten Jungweine kümmern. Eine Traubensorte präsentiert sich dabei besonders vielseitig.

Setzen sich ein für Baselbieter Wein (v.l.): Barbara Koellreuter (Klushof, Aesch), Nicolas Neuhaus (Siebe Dupf, Liestal), Bernard Raemy (Restaurant Schloss Binningen), Cécile Bühlmann (Schlossberg, Arlesheim), Koch Janis Jeitziner, Fredi Löw (Buus), Franziska Keller Raemy, Andreas Buser (Rebbaukommissär BL), Urs Jauslin (Hohle Gasse, Muttenz), Paul Leisi (Präsident Weinproduzentenverband BL), Ueli Bänningen (Tschäpperli, Aesch).

Setzen sich ein für Baselbieter Wein (v.l.): Barbara Koellreuter (Klushof, Aesch), Nicolas Neuhaus (Siebe Dupf, Liestal), Bernard Raemy (Restaurant Schloss Binningen), Cécile Bühlmann (Schlossberg, Arlesheim), Koch Janis Jeitziner, Fredi Löw (Buus), Franziska Keller Raemy, Andreas Buser (Rebbaukommissär BL), Urs Jauslin (Hohle Gasse, Muttenz), Paul Leisi (Präsident Weinproduzentenverband BL), Ueli Bänningen (Tschäpperli, Aesch).

Die Pinot-Noir-Traube ist eine Diva, sie benötigt besonders viel Pflege im Rebberg. Und wie es sich für eine Diva gehört, gibt die Gute in verschiedensten Gewändern eine blendende Figur ab. Das stellte der Weinproduzentenverband Baselland am Mittwoch im Restaurant Schlosshotel Binningen unter Beweis: Ob als Schaumwein, Weisswein, Rosé oder Rotwein – stets präsentiert die Pinot-Traube eine andere Facette. Weiterlesen →

Sonne, Fussball, Pizza und Ampelio

26 Sonntag Mai 2013

Posted by Bonvinvant in Tessin

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Ampelio, Ascona, bayern München, Bellinzona, BVB, Carlevaro, Champions League, Chiodi, Dortmund, Final, Fussball, Gimma, Nega, PDDP, Pizza, Rap, Riazzino, Ronchi del Bellinzonese, Seven, Sisma, Swiss Avengers, Vanilla Club

2013-05-25 17.25.17Das ist Balsam für die regengeplagte Seele nahe der Winterdepression. Sonne, Fussball, Pizza und Ampelio – so die Kurzversion meines Kurztrips nach Ascona. Anlass war ein Konzert meines brandneuen Projekts, den Swiss Avengers (Gimma, Nega, Sisma, PDDP und ich), im Vanilla Club in Riazzino. Die Show war super. Ansonsten das übliche Theater einer Grossraumdisco: stylisches Design, Elektromusik, dekadente Champagner-Preise und sexy Ladies, vermischt mit vielen Provinzaffen.

Endlich bietet sich mir also wieder einmal die Gelegenheit, eineinhalb Tage in Ascona Texte zu schreiben (die Avenger-Parts müssen schliesslich irgendwann geschrieben werden) – und, natürlich, Wein zu trinken! Pünktlich zum Anpfiff des Champions-League-Finals zwischen Borussia Dortmund und Bayern München (auf der Reaktion habe ich auf einen 3:0-Sieg des BVB getippt) wurde ein Tessiner Merlot entkorkt. Die Take-Away-Pizza von der Piazza war nicht der Rede wert (gummiger Käse, pampiger Teig), dafür aber der Wein, den mir Tessin-Kenner Urs Mäder von der Weinhandlung Cantina dell’Orso in Ascona ans Herz gelegt hat – nachdem ich sagte, dass ich Merlots mag, die nach Tabak, Erde und Leder riechen. Und Urs hatte ein goldenes Händchen.

2013-05-25 22.28.55Der Ampelio Ticino DOC Merlot 2007, den er mir unterjubelte, hielt alle Versprechen. Meine Dugustationsnotizen: Sattes Rubinrot mit Ziegelreflexen am Rand; in der Nase dominieren Tabak, Leder, Waldboden und Holz, aber auch die Frucht ist erhalten geblieben in Form reifer schwarzer Kirschen, Waldbeeren und Pflaume. Zudem weist die Ampel mit Nancen von schwarzem Pfeffer und Vanille eine interessante Würzigkeit auf. Im Gaumen gibt sich der Gute schön ausgewogen: Dem eher vollen Körper (13 Vol.) stellt sich eine angenehm ausgeprägte Säure entgegen. Ebenso ausgeprägt und angenehm sind die Tannine. Im Gegensatz zum Bukett haben im Mund die würzigen Elemente das Sagen, hier gesellt sich sogar noch eine Note Lakritz dazu. Der Abang ist fast so lang wie die Durststrecke des FC Bayern vor ihrem erneuten Triumph in der Champions League – also zwölf Jahre, wenns mir recht ist.

Mit dem Ampelio habe ich einen weiteren Lieblingstessiner gefunden. Angebaut wird der Tropfen in den alten Weinbergen Ronchi del Bellinzonese. Zubereitet nach klassischer Bordeaux-Art inkusiv Barrique-Lagerung. Verantwortlich für den Wein ist das Familienunternehmen Carlevaro aus Bellinzona, das sich 2009 mit Chiodi aus Ascona zusammengeschlossen hat. Ein tolles Weinerlebnis für rund 30 Franken – da kann man nichts sagen. Ausser danke.

Petrus – eine Weinlegende macht die Runde

02 Samstag Mär 2013

Posted by Bonvinvant in Bordeaux, Meine Zeitungsartikel

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Bordeaux, Certan Marzelle, Chantalouette, Criox Bellevue, Gazin, Le Pin 1998, Moulinet-Lasserre, Neal Martin, Petrus 2001, Plince, Pomerol, The White Club, WeinHotel

Dieser Artikel erschien erstmals am 1. März auf bazonline.

Am Donnerstag wurde im WeinHotel auf dem Erlenmatt-Areal der vermutlich berühmteste Wein der Welt öffentlich ausgeschenkt. Anlass war der Besuch des britischen Weinautors Neal Martin und dessen Pomerol-Buch.

Botschafter des Pomerol: Die legendären Bordeaux-Weine Petrus und Le Pin sowie Buchautor Neal Martin, der auf Einladung des White Club den Weg ins Basler WeinHotel fand.

Botschafter des Pomerol: Die legendären Bordeaux-Weine Petrus und Le Pin sowie Buchautor Neal Martin, der auf Einladung des White Club den Weg ins Basler WeinHotel fand.

Da steht er also, Neal Martin, einer der namhaftesten Weinautoren und Vertrauter des US-Weingurus Robert Parker. Hornbrille, abgewetzte Turnschuhe, hellbrauner Sakko und Bluejeans. Mit ausladenden Gesten erzählt der Engländer den rund 30 Anwesenden im WeinHotel von der kleinen aber feinen Bordeaux-Appellation Pomerol. «In zehn Minuten hat man das Gebiet mit dem Velo durchquert», sagt der 42-Jährige. Die überschaubare Dimension hat ihn vermutlich auch denken lassen, dass er sein Buch über das noch wenig beschriebene Pomerol innerhalb von sechs Monaten schreiben kann. Vier Jahre Arbeit und knapp sechshundert Seiten wurden es schliesslich.

«Ein ziemlich dickes Buch für ein so winziges Weinbaugebiet», findet Martin lachend. Mit seinen vielen kleinen Reblagen in Familienbesitz erinnere ihn Pomerol eher an das Burgund denn an die restlichen Regionen des Bordelais. Während die Geschichte der legendären Weingüter in Pauillac und Saint-Émilion bereits ganze Bibliotheken füllt, wüssten die Leute in Pomerol selber vergleichsweise wenig über ihre Geschichte. Ihnen, den Bewohner dieser kleinen Appellation, widmet sich Martins Buch. Und ihren Weinen natürlich. «Pomerol ist mehr als nur die grossen Namen», sagt Martin.

Ein Mythos von einem Wein

«Es ist ein besonderes Buch», sagt Neal Martin. Wenn man den Prolog liest, scheint er recht zu haben: «Is Motörhead an appropriate to begin a book on pomerol?», heisst es da. Das Buch enthält diverse Referenzen an Musik und Kultur. «Pomerol soll sich wie ein Read-Trip mit Musik im Autoradio lesen», erklärt Martin.

«Es ist ein besonderes Buch», sagt Neal Martin. Wenn man den Prolog liest, scheint er recht zu haben: «Is Motörhead an appropriate to begin a book on pomerol?», heisst es da. Das Buch enthält diverse Referenzen an Musik und Kultur. «Pomerol soll sich wie ein Read-Trip mit Musik im Autoradio lesen», erklärt Martin.

Da steht er also, direkt neben Neal Martin. Petrus, der vermutlich legendärste Wein auf Erden. Mythos, Objekt der Begierde und Spekulationsprodukt. Jahrgang 2001 – eine der Lieblingsernten des Winzers, wie Martin erklärt. Daneben ein Le Pin, der etwa in der gleichen vierstelligen Preisklasse wie der Petrus spielt, sich aber seinen hervorragenden Ruf innerhalb von «nur» drei Jahrzehnten erarbeitet hat. Wegen diesen beiden exklusiven Tropfen sind wohl die meisten Anwesenden hier.

Zuerst wird aber anderen Roten aus dem Pomerol gehuldigt. Schliesslich gehört eine gute Dramaturgie zu jeder gelungenen Verkostung. Die Tropfen heissen Gazin, Chantalouette, Criox Bellevue, Plince, Moulinet-Lasserre oder Certan Marzelle – Vorname Château, versteht sich. Während die einen Pomerols mit dörrfruchtigen Reifenoten und samtiger Textur zeigen, wie würdevoll sie gealtert sind, beweisen andere mit frischer Säure, roten Früchten und grünen Noten, dass ein Bordeaux durchaus auch in seinen jungen wilden Jahren genossen werden kann. Es dominiert die Merlot-Traube, Königin des Pomerol, mit dem Geschmack von dunklen Beeren, Tabak, Leder und Unterholz. Die gelegentlich durchschimmernden Noten von grüner Paprika kommen – so rede ich mir ein – vom Cabernet Franc, sozusagen dem Prinzen des Pomerol.

Ein zurückhaltender Aristokrat

Dann, nach knapp zwei Stunden ist es soweit: Der Petrus macht die Runde, wird zuerst andächtig im Glas hin und her geschwenkt bevor er den Gaumen benetzen darf. In der Nase präsentiert sich die Legende ziemlich dezent, für einen Superstar fast schon scheu. Auch im Mund hält sich der Petrus zuerst vornehm zurück. Fast schon will sich Enttäuschung breit machen, doch dann werden alle Register gezogen, und ich mache Geschmacksnuancen aus, die ich bisher so bei Weinen noch nicht identifiziert habe. Dieser Wein ist unendlich dicht, mit einer samtenen Textur und Anflügen schwarzer Früchte. Raffinesse pur. Mein Weinvokabular ist eindeutig limitierter als dieser Tropfen, der sich mit einem endlos langen Abgang verabschiedet.

 Neal Martin wurde durch Zufall zum Weinprofi. Nachdem ihm in den 90er-Jahren sein Versicherungsjob in Japan zu langweilig wurde, ergriff er die Chance und übernahm in einer japanischen Exportfirma die Verantwortung für den Bereich Wein. In jungen Jahren versuchte er sich als DJ – noch heute kann man sich mit ihm über Rap- und House-Musik unterhalten. Von welchem Weinautor dieses Kalibers kann man das sonst noch behaupten?

Neal Martin wurde durch Zufall zum Weinprofi. Nachdem ihm in den 90er-Jahren sein Versicherungsjob in Japan zu langweilig wurde, ergriff er die Chance und übernahm in einer japanischen Exportfirma die Verantwortung für den Bereich Wein. In jungen Jahren versuchte er sich als DJ – noch heute kann man sich mit ihm über Rap- und House-Musik unterhalten. Von welchem Weinautor dieses Kalibers kann man das sonst noch behaupten?

Wesentlich offensiver, fruchtiger und kräftiger kommt danach der Le Pin 1998 daher. Auch gefälliger. Ein bombastischer Wein, neben dem der Petrus wie ein vornehmer Adeliger wirkt, der sich in aristokratischer Zurückhaltung übt. Neal Martin jedenfalls kann heute mit dem Le Pin mehr anfangen.

Ähnlich sieht das Michel Seeliger, Gast und WeinHotel-Kunde: «Der Le Pin hat mich mehr überzeugt», sagt er zufrieden. Aber auch der Petrus hat ihm gefallen: «Dieser Wein steht schon lange auf meiner Wunschliste», sagt Seeliger, «nun hatte ich die perfekte Gelegenheit, einen Petrus zu einem vernünftigen Preis zu trinken».

Dafür hat der weinbegeisterte Basler Velohändler 190 Franken hingeblättert – so, wie die anderen Anwesenden. Ausser Murat Yakin. Der Trainer des FC Basel wurde von WeinHotel-Betreiber Rolf Lang eingeladen. Als «Amateur» trinke er gerne einmal ein gutes Glas Wein. Als Trainer dürfe man das. Ob Yakin Petrus und Le Pin auch probiert hat? Als die beiden Top-Stürmer aus dem Pomerol in den Gläsern kursierten, war der 38-Jährige jedenfalls bereits wieder über alle Berge.

Buchinfo: Neal Martin – Pomerol (2012)
592 Seiten; Wine Journal Publishing.
ISBN-10: 0957430205.
ISBN-13: 978-0957430204.
www.pomerolbook.com

Rutschen und Reben schneiden im Tschäpperli

24 Sonntag Feb 2013

Posted by Bonvinvant in Baselland, Im Rebberg

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Schlagwörter

Aesch, Hintere Klus, Klus, Rebbaukurs, Rebschnitt, Tschäpperli, Ueli Bänninger

130109_Rebenschneidkurs_Tschaepperli_Aesch_2

Wenn ich am Wochenende früher aufstehe als unter der Woche, spinnen entweder die Kleinen – oder etwas Spezielles steht an. Diesmal trifft Letzteres zu: Rebbaukurs Teil zwei, heute (das heisst vor zwei Wochen, dazwischen: Skiferien in Zermatt und Fasnacht;) auf dem Weingut Tschäpperli in der Hinteren Klus bei Aesch.

Die Nacht hat frischen Schnee gebracht und die Rebberge der Klus sehen aus wie die Kulisse eines Wintermärchens – noch schöner, als vor zwei Wochen im winterlichen Wintersingen. Die Idylle hat allerdings ihren Preis: Die Autofahrt in die Hintere Klus ist ein Eiertanz. Gewisse Kursteilnehmer bewältigen die letzten Meter nur dank fremder Hilfe. Rutschen in den Reben.

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Nach einer kurzen Lektion von Gutsherr Ueli Bänninger, von dem wir unter anderem erfahren, dass nicht wenig Boden in der Klus der Novartis gehört, gehts in den Rebhang. Der frische Schnee knirscht unter den Schuhsohlen und glitzert in der Morgensonne.

Die heutige Erkenntnis: Der Cordon-Schnitt ist noch simpler als der einfache Strecker, den wir letztes Mal kennen gelernt haben. Die sechs bis acht Fruchtruten werden auf drei bis vier Zapfen pro Rebe zurückgeschnitten. Fertig. Da gibts weniger zu denken als beim einfachen Strecker, wo neben dem Strecker vor allem die (Augen)-Position des Zapfens für das Folgejahr entscheidend ist – schliesslich stellt man beim Winterschnitt die Weichen für die Reberziehung der folgenden zwei Jahre.

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Ein eleganter Pinot Noir aus Oregon

06 Mittwoch Feb 2013

Posted by Bonvinvant in Degustiert, Jahrgänge, Neue Welt, Region

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2008, Degu, Degustation, Domaine Serene, Malene Meisner, Oregon, Pinot Noir, The White Club, TWC, USA, verkostet, Willamette Valley, Yamhill Cuvée

Endlich bekomme ich einmal einen Pinot Noir aus Oregon ins Glas! Bei der Blind-Degustation habe ich den Tropfen anfänglich im Burgund verortet. Sehr zum Triumph der Gastgeberin Malene Meisner, Gründerin von The White Club – gemäss Eigenaussage dem weltweit exklusivsten Weinclub, spezialisiert auf rare Weine der allerobersten Preisklasse. Ich habe die sympathische Dänin und Wahlbaslerin für einen BaZ-Bericht in Bottmingen besucht.

Foto

Nachdem sich der noch kühle Pinot anfänglich von seiner verschlossenen Seite zeigte, offenbarte er nach einigen Minuten im grossen Burgunderglas betörende Noten von schwarzer Kirsche, Waldboden und – wie ich meinte – auch eine Nuance Speck. Nach und nach machte sich zudem auch das Barrique bemerkbar. Kommt wirklich wie ein Burgunder daher! Im Gaumen dominierte die fruchtige Seite und, vor allem, die knackige Säure und ein ziemlich langer Abgang. Mit 13,8 Volumenprozent ist der Yamhill Cuvée 2008 der Domaine Serene alles andere als ein Kind von Traurigkeit. Als ich zwei Tage später die letzten Tropfen aus der Flasche nuckelte (Meisner hat sie mir netterweise überlassen), haben die Wald- und Specknuancen in der Nase deutlich abgenommen. Dafür zeigte sich das Bukett mit Grasnoten nun von seiner grünen Seite. Auch gut.

PS: Eigentlich wollte Meisner mir einen Vilafonté Series C aus Stellenbosch, Südafrika, vorsetzten. Da sie dies aber vorab via Twitter verkündet hatte und ich die entsprechende Nachricht umgehend favorisierte, wechselte die Gute den Wein kurzerhand aus. Schliesslich wollte sie mich ja überraschen. Das ist ihr sehr gut gelungen.

preparing and pre-tasting 😎 just a squeeze of the Vilafonte, for the interview with the newspaper this afternoon twitter.com/TheWhiteClub/s…

— Malene Meisner (@TheWhiteClub) 5. Februar 2013

Château Ferrière 2009

17 Donnerstag Jan 2013

Posted by Bonvinvant in Bordeaux, Degustiert, Region

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Schlagwörter

2009, 3ème Cru, Bordeaux, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Château Ferrière, Degunotizen, Margaux, Merlot

Chateau_Ferriere_2009Der erste Bordeaux-Wein, den ich per Subskription vorbestellt habe, ist eine wunderbare Steilvorlage für die erste Degu-Notiz an dieser Stelle. Naja, eigentlich ist Herr Papa schuld daran: Während ich mit meiner Liebsten im Restaurant ONO mit einem wunderbaren Barbera das Staatsexamen der Schwägerin feierte, öffnete der Gute nämlich meine erste Flasche Château Ferrière. Ungefragt, versteht sich. Die Flasche habe ich ursprünglich für Weihnachten aus dem Keller geholt – meine Familie trank aber so wenig, dass die Pulle ungetrunken auf der Küchenablage stehen blieb. Und da mein Vater die Angewohnheit hat, bei Durst die nächstbeste Flasche zu köpfen, wurde halt mein Château Ferrière 2009 entjungfert. Ein 3ème Grand Cru Classé aus dem Margaux, bestehend aus Cabernet Sauvignon (65%), Merlot (30%) und Cabernet Franc (5%). Und eigentlich bin ich ja ganz froh, dass ich den Tropfen endlich einmal verkosten kann – schliesslich gibts ja noch Reserve im Keller. Na dann…

Dunkles, dichtes Rubinrot. In der Nase eher noch dezent mit deutlichen Noten von frischen Brombeeren und schwarzen Johannisbeeren, dazu Nuancen von Cassis, Vanille und reifen schwarzen Früchten; der Merlot macht sich mit subtilen Tabak- und Waldboden-Noten bemerkbar. Im Mund dominieren eine noch sehr spitze Säure sowie die frischen Tannine; weniger Frucht als im Bouquet; der Körper ist mittel bis voll, der Abgang schon schön lang. Ein Zungenwärmer.

Ich freu mich jetzt schon darauf, in zwei Jahren zu gucken, wie sich der Wein entwickelt hat.

König und Prinzessin des Tessiner Weins

02 Freitag Nov 2012

Posted by Bonvinvant in Events, Meine Zeitungsartikel, Tessin

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Schlagwörter

Ascona, Basler Weinmesse, Basler Zeitung, BaZ, Bazonline, Cantina dell'Orso, Claudio Tamborini, Cristina ­Monico, Lamone, Lugano, Merlot, Moncucchetto Merlot 2009, SanZeno Costamagna 2009, Tessin, Ticino, Urs Mäder

Der Schweizer Winzer des Jahres und eine junge Önologin reden an der Basler Weinmesse über die Tugenden, Tendenzen und Herausforderungen des Tessiner Merlot.

König und Prinzessin: Starwinzer Claudio Tamborini arbeitet seit 44 Jahren im Familienbetrieb in Lamone, Cristina ­Monico ist eine der wenigen Tessiner Önologinnen und keltert in der Fattoria Moncucchetto bei Lugano bemerkenswerte Merlots.

Am Montag gastierten zwei Botschafter der Tessiner Weinwelt im ­Rahmen des Ticinowine Festival an der Basler Weinmesse. Claudio Tamborini (64) aus Lamone ist frisch gekürter Schweizer Winzer des Jahres, zudem hat er mit dem SanZeno Costamagna 2009 den besten helvetischen Merlot des Jahres gekeltert. 2011 belegte die 33-jährige Erfolgsönologin Cristina ­Monico mit dem Moncucchetto Merlot 2009 für die gleichnamige Fattoria aus Lugano diesen Platz.

Laut Monico haben Tessiner Weinproduzenten zurzeit keinen Grund zur Klage: Ihre Merlots geniessen einen hervorragenden Ruf und der Absatz liegt über dem Schweizer Durchschnitt. Zudem verspricht die frisch eingefahrene Ernte einen qualitativ guten Jahrgang, wie alle befragten Winzer im Kongresszentrum versicherten. Weiterlesen →

Bezaubernde Biester aus Losone

27 Samstag Okt 2012

Posted by Bonvinvant in Meine Zeitungsartikel, Tessin, Weingüter

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Schlagwörter

Basler Zeitung, BaZ, Bazonline, Cantina San Giorgio, Chardonnay, Losone, Mattia Bianda, Merlot, Tessin

Die Weine des Tessiner Winzers Mattia Bianda sind wie ihr Erschaffer: kräftig, rustikal und aussergewöhnlich. Wir haben den «Big Boy» vor seinem Gastspiel an der Basler Weinmesse in Losone besucht.

Abstecher ans Rheinknie: Die Weine von Mattia Biandas Cantina San Giorgo können im Rahmen des «Ticinowine Festival» an der Basler Weinmesse verkostet werden.

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  • Podcast #8 – Martin Schrader – Knak & Badischer Weinbahnhof, Büchsenwein
  • Podcast #7 – Scherer + Zimmer mit Gutedel, Spargel und heiklem Hanf
  • Podcast #6 – Sandra Knecht und Fredy Löw – bringt die kritische Künstlerin den skeptischen Winzer zum Naturwein?
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