Schlagwörter

, , , , , ,

130109_Rebenschneidkurs_Tschaepperli_Aesch_2

Wenn ich am Wochenende früher aufstehe als unter der Woche, spinnen entweder die Kleinen – oder etwas Spezielles steht an. Diesmal trifft Letzteres zu: Rebbaukurs Teil zwei, heute (das heisst vor zwei Wochen, dazwischen: Skiferien in Zermatt und Fasnacht;) auf dem Weingut Tschäpperli in der Hinteren Klus bei Aesch.

Die Nacht hat frischen Schnee gebracht und die Rebberge der Klus sehen aus wie die Kulisse eines Wintermärchens – noch schöner, als vor zwei Wochen im winterlichen Wintersingen. Die Idylle hat allerdings ihren Preis: Die Autofahrt in die Hintere Klus ist ein Eiertanz. Gewisse Kursteilnehmer bewältigen die letzten Meter nur dank fremder Hilfe. Rutschen in den Reben.

130109_Rebenschneidkurs_Tschaepperli_Aesch_3

Nach einer kurzen Lektion von Gutsherr Ueli Bänninger, von dem wir unter anderem erfahren, dass nicht wenig Boden in der Klus der Novartis gehört, gehts in den Rebhang. Der frische Schnee knirscht unter den Schuhsohlen und glitzert in der Morgensonne.

Die heutige Erkenntnis: Der Cordon-Schnitt ist noch simpler als der einfache Strecker, den wir letztes Mal kennen gelernt haben. Die sechs bis acht Fruchtruten werden auf drei bis vier Zapfen pro Rebe zurückgeschnitten. Fertig. Da gibts weniger zu denken als beim einfachen Strecker, wo neben dem Strecker vor allem die (Augen)-Position des Zapfens für das Folgejahr entscheidend ist – schliesslich stellt man beim Winterschnitt die Weichen für die Reberziehung der folgenden zwei Jahre.

130109_Rebenschneidkurs_Tschaepperli_Aesch_1